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Es gibt viele dokumentierte Belege, die langfristige Lungenerkrankungen und Infektionen der Atemwege mit dem Rauchen verbinden. Da jedoch mehr Nichtraucher als jemals zuvor mit solchen Erkrankungen diagnostiziert wurden, wird der Fokus auf die Auswirkungen von Umweltfaktoren wie Schadstoffe am Arbeitsplatz gelegt.

Mittwoch, der 21. November ist der Welt-COPD-Tag, an dem die Auswirkungen der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) - ein Oberbegriff für eine Gruppe von Erkrankungen, die die Atemwege betreffen, weltweit hervorgehoben werden.

Es gibt viele, die den Begriff COPD nicht vollständig verstehen. Millionen leiden unter der Erkrankung, ohne es zu wissen. Bei tausenden Menschen wird die Erkrankung jedes Jahr diagnostiziert. Eine globale Studie schätzt, dass 1990 bei den über dreißig Jährigen, 227,3 Millionen Menschen an COPD erkrankt waren. Innerhalb von zwei Jahrzehnte stieg die Zahl auf 384 Millionen1 an.

Die Zahl der betroffenen Menschen wird durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt. Die Who gibt an, dass weltweit 65 Millionen Menschen eine „moderate bis schwere“ COPD2 haben. Es wird prognostiziert, dass die COPD bis 2030 weltweit die dritthäufigste Todesursache sein wird und nur durch Herzkrankheiten und Schlaganfälle übertroffen wird3.

Während die allgemein bekannte Verbindung zwischen Rauchen und Lungenerkrankungen unbestreitbar ist, gibt es viele Nichtraucher, bei denen die Erkrankung diagnostiziert wird. In den USA haben schätzungsweise zehn bis 20 Prozent der Betroffenen nie geraucht4.

Dies bedeutet, dass weitere Faktoren untersucht werden müssen. Forscher identifizierten Zusammenhänge mit einer genetischen Erkrankung, die als Alpha-1-Antitrypsin-Mangel bezeichnet wird, sowie Verbindungen zur beruflichen Aussetzung mit Luftschadstoffen wie Ölnebel und Staub.

Tatsächlich wurde das höchste COPD-Vorkommen (20,2%), im Südwesten Chinas festgestellt. Möglicherweise wird die Zahl durch Staub oder Chemikalien am Arbeitsplatz verursacht. In China gab es 2013 mehr als 0,9 Millionen Todesfälle durch COPD. Damit ist es die dritthäufigste Todesursache im ganzen Land5. Im Vergleich dazu sind das rund zwei Prozent der gesamten Bevölkerung Großbritaniens (4,5 Prozent der über 40-Jährigen )6. Nach Angaben der European Respiratory Society (ERS) liegt das COPD Vorkommen zwischen vier und zehn Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Europa7.

Es ist also klar, dass es nicht ausreicht die Menschen dazu zu bringen mit dem Rauchen aufzuhören (oder gar nicht erst zu beginnen), sondern der Schutz auch auf Arbeit fortgesetzt warden muss. Weiterhin müssen die genetischen Ursachen der COPD weiter erforscht werden. Die Anhebung der Luftqualitätsstandards in Arbeitsstätten kann sich somit positiv auf die diagnostizierten Erkrankungszahlen auswirken.

Trotz der Fülle an Vorschriften für die Luftverschmutzung im Freien, gibt es immer noch einige Länder, darunter der größte Teil Chinas, die keine formalen Richtlinien zum Schutz der Angestellten vor Ölnebel und anderen schädlichen Verunreinigungen haben. Das Bewusstsein für die Gesundheit am Arbeitsplatz hat in den letzten Jahrzehnten jedoch erheblich zugenommen8.

Das Problem die schlechte Innenraumluft anzuerkennen ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung und bringt Arbeitgeber in China und in der ganzen Welt dazu, die Wichtigkeit des Schutzes ihrer Arbeiter vor Luftschadstoffen zu erkennen.

Besuchen Sie https://goldcopd.org/world-copd-day/ um mehr über den Welt-COPD-Tag.

Quellen:
1.    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4693508/
2.    http://www.who.int/respiratory/copd/burden/en/
3.    https://www.who.int/healthinfo/global_burden_disease/projections/en/
4.    https://report.nih.gov/nihfactsheets/ViewFactSheet.aspx?csid=77
5.    https://www.thelancet.com/journals/lanres/article/PIIS2213-2600(18)30200-5/fulltext
6.    https://statistics.blf.org.uk/copd
7.    https://www.ersnet.org/images/stories/pdf/COPD.pdf
8.    https://pdfs.semanticscholar.org/3a3c/c07e4af16e2b0fb18b2d6bc560de82cf7d03.pdf

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